Warum unter die Sonne?

21. August 2016      
Sonnenbank und Gesundheit

Sonne stärkt die Knochen. Osteoporose: Immer mehr ältere Menschen leiden an Knochenschwund. Die Knochen werden porös und brechen leicht. Im Alter kann Sie das – beispielsweise nach einem Oberschenkelhalsbruch – zum Pflegefall machen.
Osteoporose entsteht durch Kalziummangel. Kalzium lagert sich bis etwa zum 30. Lebensjahr in den Knochen ein und härtet sie. Es wird aber auch an anderen Bereichen des Körpers gebraucht. Und wenn Sie über die Ernährung nicht genügend Kalzium zu sich nehmen, „klaut” sich Ihr Körper den Mineralstoff über Jahre aus Ihren Knochen. Die Osteoporose entsteht.

Wie können Sie dem Knochenschwund vorbeugen? Mit einer Kalzium reichen Ernährung – und regelmäßigen Sonnenbädern. Denn Ihr Körper braucht Vitamin D, um das Kalzium überhaupt verarbeiten zu können. Und da es in Nahrungsmitteln nur äußerst selten vorkommt, hat sich Mutter Natur etwas Besonderes einfallen lassen. Vitamin D ist das einzige Vitamin, das unser Körper selber produzieren kann. Er braucht dazu lediglich die Sonne.

Trifft UV-B auf die Haut, wird das in der Haut enthaltene Cholesterin in Provitamin D umgewandelt. Dieses Provitamin D verwandelt sich innerhalb von 24 Stunden durch die Körperwärme in Vitamin D.

Doch von Oktober bis März enthält das Sonnenlicht bei uns so gut wie gar kein UV-B. Es bleibt zum größten Teil in der Atmosphäre hängen. Und so kommt es, dass die körpereigene Vitamin D-Produktion in dieser Zeit völlig aussetzt, wie Dr. Albrecht Falkenbach von der Kuranstalt Gasteiner Heilstollen feststellt. Die Folge: Selbst wenn wir kalziumreich essen, kann unser Körper den wertvollen Mineralstoff nicht verarbeiten.

Hier helfen moderne Solarien mit ihrem UV-B-Strahlenanteil. Die Strahlen sind zwar so niedrig dosiert, dass Sie bei richtiger Anwendung keinen Sonnenbrand bekommen können, sie reichen aber vollkommen aus, um die körpereigene Vitamin D-Produktion auch im Winter wieder anzukurbeln. So können Sie etwas für Ihre Bräune tun – und gleichzeitig Ihre Knochen stärken.

Training für die Haut

Eine Studie zum Thema Vorbräunen beweist: Bei UV-Strahlung bildet sich in der Haut ein eigener Lichtschutz. Dies ist ein weiterer Beleg, dass es gerade vor dem Trip in südliche Gefilde zu empfehlen ist, auch die Haut auf die Klimaveränderung vorzubereiten.
Bei den vielen Dingen, an die vor Urlaubsantritt gedacht werden muss, wird schnell vergessen, dass auch die Haut auf die ungewohnt intensive Sonneneinstrahlung vorbereitet werden sollte. Bereits durch ein bis zwei wöchentliche Besuche im Sonnenstudio vor Urlaubsbeginn baut die menschliche Haut einen effektiven Lichtschutz auf, der im Urlaub vor Sonnenbrand schützen kann.

Für dieses natürliche Phänomen gibt es inzwischen auch einen wissenschaftlichen Beleg: Bei einer Studie an der Technischen Universität München (Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein, Prof. Dr. med. Dieter Abeck) haben 67 Frauen und 32 Männer zwischen 18 und 30 Jahren über einen Zeitraum von sechs Wochen ein- bis zweimal pro Woche ein Solarium besucht. Die Bestrahlungszeiten lagen zwischen sieben und zehn Minuten. Vor, während und nach den Sonnenbädern wurde die Hautfarbe und der Hautstoffwechsel der Probanden gemessen.

Das Ergebnis der Studie bestätigt, dass die Haut bei Bestrahlung mit UV-Licht durch Verdickung und Verfärbung einen Eigenschutz aufbaut. Darüber hinaus werden bestimmte Säuren vermehrt produziert, die die Haut zusätzlich vor Sonnenbrand schützen.

So kann die Haut mit ein paar Sonnenbank-Besuchen optimal auf den Urlaub vorbereitet werden. Sie ist bereits leicht vorgebräunt und durch den natürlichen Lichtschutz nicht mehr ganz so empfindlich. Das heißt natürlich nicht, dass man sich im Urlaub rund um die Uhr ungeschützt in die Sonne legen kann.

(Quelle: Ergoline)