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Kann ausreichend Vitamin-D Leben retten?

21. August 2016      

Mit einer ausreichende Tagesdosis von Vitamin D könnten bis zur Hälfte aller Brust-, Darm- oder Eierstock-Krebsfälle verhindert werden. Vitamin D wird zu 90 Prozent durch UV-Strahlen auf die Haut im Körper produziert.

Das ist das Ergebnis einer Studie von renommierten US-Forschern, die jetzt vorab im Internet publiziert wurde (American Journal of Public Health). Sie werteten dabei 63 Forschungsberichte aus den vergangenen Jahren systematisch aus und kamen zu dem Schluss, dass mit geringem Aufwand die Zahl der Krebserkrankungen durch ausreichende Versorgung mit Vitamin D drastisch gesenkt werden könnte.

Vitamin D-Mangel kann tödlich sein

Die ständig wachsende Zahl der wissenschaftlichen Erkenntnisse belegen den engen Zusammenhang von Vitamin D im Blut und – neben vielen Krebsarten – vor allem Herz-Kreislauf- und Lungen-Krankheiten, Diabetes, Bluthochdruck, Multipler Sklerose, Schizophrenie etc.
Bekannter ist die Bedeutung von Vitamin D für die Knochengesundheit, die Abwehr von Osteoporose und Rachitis vor allem bei Kindern, Frauen und Alten.

Schuld an dem zum Teil eklatanten Vitamin D-Mangel geben die Forscher vor allem den übertriebenen Warnungen vor der Sonne und dem allzu großzügigen Gebrauch von Sonnenschutzmitteln, ohne die Gefahren übermäßiger UV-Bestrahlung zu unterschätzen.

Die wichtigsten Wirkungen von Vitamin D
  • Herzkrankheiten: Vitamin D senkt die Insulin-Abwehr, eine der wichtigsten Ursachen von Herzerkrankungen.
  • Lungenkrankheiten: Vitamin D spielt eine wichtige Rolle bei der ständigen Erneuerung und „Reparatur“ der Zellen im Lungengewebe.
  • Krebs (Darm, Prostata, Brust u.A.): Vitamin D reguliert die Regeneration  und verhindert die Überproduktion von Zellen.
  • Diabetes: Bei Typ 1 Diabetes zerstört das Immunsystem die eigenen Zellen. Vitamin D reguliert die Reaktionen des Immunsystems und verhindert eine überschießende Immunreaktion.
  • Bluthochdruck: Vitamin D ist wichtig für die Funktion der Schilddrüse, die die Kalziumversorgung reguliert. Kalzium wiederum ist wichtig für die Steuerung des Blutdrucks.
  • Schizophrenie: Die Wahrscheinlichkeit einer Schizophrenie-Erkrankung wurde in Studien in Verbindung gebracht mit einem Mangel an Sonne in den Monaten vor der Geburt. Der dadurch hervorgerufene Vitamin D-Mangel , so wird vermutet, bremst den Wachstum des Gehirns im Mutterleib.
  • Multiple Sklerose: Vitamin D-Mangel führt zu einer Unterversorgung mit 1.25-dihydroxyvitamin D3, der hormonalen Erscheinungsform von Vitamin D3, das wiederum das Immunsystem reguliert und bei einem Mangel ein erhöhtes MS-Risiko darstellt.
  • Osteoporose und Rachitis: Vitamin D reguliert die Kalzium-Produktion im Körper und stärkt die Knochen und verhindert so Rachitis bei Kindern und Osteoporose bei älteren Frauen und alten Menschen generell. 

 

Quelle: Cedric F. Garland zu.a., The Role of Vitamin D in Cancer Prevention, American Journal of Public Health

Diese Info wurde uns zur Verfügung gestellt vom Photomed-Verband

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